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Glossar
Die Fachbegriffe, die auf dieser Seite immer wieder vorkommen — kurz und ohne Umschweife erklärt.
- Peptid
- Kurze Kette aus Aminosäuren, meist bis rund 50 Bausteine. Wirkt im Körper überwiegend als Signalmolekül, nicht als Baustoff.
- Evidenzstufe
- Unsere fünfstufige Einordnung der Beleglage je Endpunkt: stark belegt, moderat, begrenzt, präklinisch, keine Daten.
- Präklinisch
- Befunde stammen ausschließlich aus Zell- oder Tierversuchen. Eine Übertragbarkeit auf den Menschen ist damit nicht gezeigt.
- RCT
- Randomisierte kontrollierte Studie — Teilnehmende werden zufällig auf Wirkstoff- und Kontrollgruppe verteilt. Der Goldstandard klinischer Forschung.
- Doppelblind
- Weder Teilnehmende noch Untersuchende wissen, wer den Wirkstoff erhält. Schützt vor Erwartungseffekten.
- Endpunkt
- Die im Voraus festgelegte Messgröße einer Studie, etwa Sterblichkeit, Gewicht oder ein Laborwert.
- Research Chemical
- Verkaufsbezeichnung für Substanzen ohne Arzneimittelzulassung. Sie sagt nichts über Reinheit, Qualität oder Sicherheit aus.
- Hallmarks of Ageing
- Zwölf molekulare Kennzeichen des Alterns, die den wissenschaftlichen Bezugsrahmen der Alternsforschung bilden.
- WADA-Verbotsliste
- Liste der im Sport verbotenen Substanzen. Zahlreiche Peptide stehen darauf, teils ganzjährig.
- Off-Label
- Einsatz eines zugelassenen Arzneimittels außerhalb seiner genehmigten Anwendungsgebiete.
- GHSR-1a (Ghrelin-Rezeptor)
- Der „Hunger-/GH-Schalter“: Aktivierung löst eine pulsatile Ausschüttung von Wachstumshormon aus. Angriffspunkt der GHRPs und oraler GH-Sekretagoga.
- GHRH-Rezeptor
- Bindet das hypothalamische GHRH und steuert die physiologische GH-Freisetzung der Hypophyse. Ziel der stabilisierten GRF-Analoga.
- IGF-1R / Akt / mTOR
- Der zentrale Wachstums- und Anabolismus-Signalweg – treibt Muskelaufbau, ist aber zugleich in Alterung und Tumorbiologie verwickelt.
- GLP-1-Rezeptor (Inkretin)
- Reguliert glukoseabhängig Insulin, dämpft Appetit und verzögert die Magenentleerung – Grundlage der modernen Adipositas-/Diabetestherapie.
- GIP- & Glukagon-Rezeptor
- Zusätzliche Inkretin-/Stoffwechsel-Achsen; ihre Ko-Aktivierung mit GLP-1 verstärkt Gewichtsverlust und Energieumsatz (Dual-/Tripelagonisten).
- Telomerase / TERT
- Das Enzym, das Telomere verlängert. Seine Reaktivierung gilt als Anti-Aging-Hebel – mit der Kehrseite eines möglichen Tumorrisikos.
- p53-Achse (MDM2/MDMX, FOXO4)
- p53 ist der „Wächter des Genoms“. Seine Reaktivierung (gegen Tumoren) oder gezielte Nutzung (gegen seneszente Zellen) ist Angriffspunkt mehrerer Peptide.
- Bcl-xL (Überlebensprotein)
- Seneszente Zellen klammern sich über Bcl-xL ans Überleben; seine Hemmung treibt sie selektiv in die Apoptose (senolytisches Prinzip).
- AMPK / Nährstoff-Sensorik
- Der „Energiesparmodus“ der Zelle: aktiviert bei Energiemangel/Sport, fördert mitochondriale Funktion und Glukoseaufnahme.
- BDNF / TrkB
- Der wichtigste Wachstumsfaktor für Neuroplastizität, Lernen und Stimmung – Zielgröße vieler nootroper Peptide.
- GABA-A-Rezeptor
- Der wichtigste hemmende Neurotransmitter-Rezeptor; positive Modulation wirkt angstlösend, idealerweise ohne Sedierung/Abhängigkeit.
- HGF / c-Met
- Wachstumsfaktor-Achse für Gewebereparatur und Synaptogenese – zugleich onkologisch relevant (c-Met als Proto-Onkogen).
- Apelin-Rezeptor (APJ / APLNR)
- Reguliert Herzkraft, Gefäßweite und Angiogenese; ein Gegenspieler des schädlichen Angiotensin-II-Umbaus am Herzen.
- Innate Repair Receptor (EPO)
- Vermittelt die gewebeschützenden Effekte von Erythropoietin – ohne die Blutbildung anzukurbeln.
- Protein-Kinase CK2
- Eine in vielen Tumoren überaktive Kinase, die zahlreiche krebsfördernde Phosphorylierungen ausführt.
- NF-κB (Entzündungsschalter)
- Der zentrale Transkriptionsfaktor der Entzündung; seine Dämpfung ist das Ziel vieler antiinflammatorischer Peptide.
- TLR9 / Thymus-Immunachse
- Mustererkennung des angeborenen Immunsystems; Stimulation stärkt T-Zell- und NK-Antworten – Prinzip der Thymus-Immunpeptide.
- Aktin-Sequestrierung
- Steuerung des Zytoskeletts: ermöglicht Zellmigration und Gewebereparatur – Wirkprinzip der β-Thymosine.
- Mitochondriale Mikroproteine (MDP)
- Vom Mitochondrien-Genom codierte Signalpeptide, die Stoffwechsel, Stressresistenz und Zellüberleben modulieren.
- Khavinson-Bioregulation
- Postulierte gewebespezifische Genregulation durch sehr kurze Peptide („Cytogene“) – mechanistisch nur teilweise belegt.
- Zonulin / Tight Junctions
- Reguliert die Durchlässigkeit der Darmbarriere („Leaky Gut“); ihre Stabilisierung soll Antigen-Übertritt reduzieren.