PEPTIDBIBEL

Russische Bioregulatoren

Retinalamin

Retina-Peptidkomplex (in RU registriert)

Retinaler Peptidkomplex, in Russland klinisch in der Augenheilkunde eingesetzt. Studienbasis überwiegend russischsprachig.

begrenzt

Steckbrief
Typ
Polypeptid-Komplex aus Netzhautgewebe (Rind)
Zielorgan
Netzhaut
Status_RU
in Russland als Arzneimittel registriert (Ophthalmologie)
Rechtlicher & regulatorischer Status
In Russland als ophthalmologisches Arzneimittel registriert (u. a. retinale Dystrophien). Keine FDA/EMA-Zulassung; westliche Evidenz begrenzt.
Wirkmechanismus

Postulierte retinoprotektive Wirkung: Förderung von Stoffwechsel und Funktion der Photorezeptoren, antioxidativ.

Photorezeptorenantioxidativ (postuliert)
Bezug zu den Hallmarks of Ageing

Die Khavinson-Bioregulatoren postulieren eine gewebespezifische Regulation der Genexpression durch kurze Peptide (teils mit DNA-Bindung) – das würde epigenetische und genomische Kennzeichen berühren. Eine kohärente Hypothese, deren Evidenz jedoch fast ausschließlich aus der Khavinson-Gruppe stammt und kaum unabhängig (westliche RCTs) repliziert ist: mechanistisch plausibel, klinisch unbelegt.

Mechanistische Plausibilität — kein für den Menschen nachgewiesener Anti-Aging-Effekt.

Evidenz nach Endpunkt
  • Retinale Dystrophien (RU) · Humanbegrenzt
  • Unabhängige westliche Bestätigung · —keine Daten
Humanstudien
QuellenDesignDauerEndpunkteErgebnisLimitationen
Russische klinische Anwendungklinisch (RU)Sehfunktionregistrierte Anwendung; westliche RCTs fehlenEvidenz überwiegend RU
Beworbene / vermutete Wirkungen

Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.

Sehverbesserung über die RU-Indikation hinaus
Dosen aus Studien — reine Referenz
In RU als Injektion (peribulbär/i.m.); ärztliche Anwendung.

Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.

Risiken & Sicherheit
Bekannte Risiken

in RU-Anwendung als verträglich beschrieben.

Theoretische Risiken

Standardisierung von Organextrakten.

Kontraindikationen / Vorsicht

Offene Fragen
  • unabhängige westliche Studien
Quellen
  • Russische Fachliteratur / Registrierung Retinalamin. · RU-Zulassung
Häufige Fragen
Was ist Retinalamin?

Retinaler Peptidkomplex, in Russland klinisch in der Augenheilkunde eingesetzt. Studienbasis überwiegend russischsprachig.

Wie wirkt Retinalamin?

Postulierte retinoprotektive Wirkung: Förderung von Stoffwechsel und Funktion der Photorezeptoren, antioxidativ.

Wie gut ist Retinalamin belegt?

Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „begrenzt“. Es liegen 1 ausgewertete Humanstudien vor.

Ist Retinalamin in Österreich und der EU zugelassen?

In Russland als ophthalmologisches Arzneimittel registriert (u. a. retinale Dystrophien). Keine FDA/EMA-Zulassung; westliche Evidenz begrenzt.

Welche Nebenwirkungen sind für Retinalamin bekannt?

in RU-Anwendung als verträglich beschrieben.

Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten