PEPTIDBIBEL

Longevity-Pharmaka (off-label)

Rapamycin (Sirolimus)

mTOR-Inhibitor (off-label Longevity)

Auch bekannt als: Sirolimus

Im strengen Mausprogramm (ITP) erzielte Rapamycin die robusteste pharmakologische Lebensverlängerung – auch bei spätem Beginn. Beim Menschen ist es ein Immunsuppressivum; niedrig dosierte Longevity-Studien (PEARL) zeigen v. a. Sicherheit, noch keine Lebensspannen-Effekte.

moderat

Steckbrief
Typ
verschreibungspflichtiges Medikament
Quelle
Pharmazeutikum
Rechtlicher & regulatorischer Status
Verschreibungspflichtiges Immunsuppressivum. „Longevity“-Einsatz strikt off-label. Kein Supplement.
Wirkmechanismus

Hemmt mTORC1 – den zentralen Wachstums-/Nährstoffsensor – und induziert Autophagie. mTOR-Hemmung ahmt Aspekte der Kalorienrestriktion nach.

mTORC1Autophagie
Adressierte Hallmarks of Ageing

Mechanistische Zuordnung — kein nachgewiesener Anti-Aging-Effekt beim Menschen.

Evidenz nach Endpunkt
  • Lebensspanne · Tiermoderat
  • Longevity (Mensch) · Menschpräklinisch
Humanstudien
QuellenDesignDauerEndpunkteErgebnisLimitationen
PEARL (Mannick/AgelessRx 2023/24)~114RCT, niedrig dosiert48 WochenSicherheit, FunktionNiedrig dosiert sicher; einzelne Verbesserungen (z. B. Magermasse/Schmerz bei Frauen)klein, off-label
Tierstudien
ModellDosis (Studie)DauerErgebnis
ITP-Mäuse (Harrison et al., Nature 2009)im FutterLebenszeitVerlängerte Lebensspanne auch bei spätem Beginn – stärkster pharmakologischer Effekt im ITP
Beworbene / vermutete Wirkungen

Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.

VerjüngungImmunsystem-„Reset“
Dosen aus Studien — reine Referenz
Longevity-Studien: niedrig dosiert, intermittierend (z. B. wöchentlich). Reine Studiendosen, keine Anwendungsempfehlung.

Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.

Risiken & Sicherheit
Bekannte Risiken

Immunsuppression, Mundulzera, Stoffwechsel-/Lipidstörungen, Wundheilungsstörung.

Theoretische Risiken

Infektanfälligkeit; Wechselwirkungen über CYP3A4.

Kontraindikationen / Vorsicht

Nur unter ärztlicher Aufsicht; Infektionen, Schwangerschaft, OP-Nähe.

Quellen
Häufige Fragen
Was ist Rapamycin (Sirolimus)?

Im strengen Mausprogramm (ITP) erzielte Rapamycin die robusteste pharmakologische Lebensverlängerung – auch bei spätem Beginn. Beim Menschen ist es ein Immunsuppressivum; niedrig dosierte Longevity-Studien (PEARL) zeigen v. a. Sicherheit, noch keine Lebensspannen-Effekte.

Wie wirkt Rapamycin (Sirolimus)?

Hemmt mTORC1 – den zentralen Wachstums-/Nährstoffsensor – und induziert Autophagie. mTOR-Hemmung ahmt Aspekte der Kalorienrestriktion nach.

Wie gut ist Rapamycin (Sirolimus) belegt?

Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „moderat“. Es liegen 1 ausgewertete Humanstudien vor.

Ist Rapamycin (Sirolimus) in Österreich und der EU zugelassen?

Verschreibungspflichtiges Immunsuppressivum. „Longevity“-Einsatz strikt off-label. Kein Supplement.

Welche Nebenwirkungen sind für Rapamycin (Sirolimus) bekannt?

Immunsuppression, Mundulzera, Stoffwechsel-/Lipidstörungen, Wundheilungsstörung.

Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten