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Polyphenole & Sirtuin-Aktivatoren

Resveratrol

Stilben-Polyphenol (Sirtuin-Aktivator)

Auch bekannt als: trans-Resveratrol

Bekanntester „Sirtuin-Aktivator“. In Zellen/Modellen aktiv, aber mit schlechter Bioverfügbarkeit – die Humanevidenz für Anti-Aging ist schwach und uneinheitlich; im strengen Maus-Programm (ITP) verlängerte Resveratrol die Lebensspanne nicht.

begrenzt

Steckbrief
Typ
Polyphenol
Quelle
Traubenschalen, Polygonum cuspidatum
Bioverfügbarkeit
sehr gering
Rechtlicher & regulatorischer Status
Frei verkäufliches Supplement. Keine Anwendungsempfehlung.
Wirkmechanismus

Aktiviert in vitro SIRT1 und AMPK (derselbe Energiesensor wie Metformin/Sport), wirkt antioxidativ und hemmt NF-κB. In vivo durch raschen Abbau und geringe Aufnahme stark limitiert.

SIRT1AMPKNF-κB
Adressierte Hallmarks of Ageing

Mechanistische Zuordnung — kein nachgewiesener Anti-Aging-Effekt beim Menschen.

Evidenz nach Endpunkt
  • Lebensspanne · Tierpräklinisch
  • Metabolische Marker (Mensch) · Menschbegrenzt
Humanstudien
QuellenDesignDauerEndpunkteErgebnisLimitationen
Humanstudien-Übersichten (Smoliga 2011 u. a.)gemischtRCTsWochen–Monatemetabol./kardiov. MarkerUneinheitlich; am ehesten bei metabolisch Belasteten; kein Lebensspannen-Endpunktschlechte Bioverfügbarkeit
Tierstudien
ModellDosis (Studie)DauerErgebnis
Mäuse – ITP (Miller et al. 2011)im FutterLebenszeitKEINE Lebensverlängerung (im Gegensatz zu Rapamycin)
Mäuse (Pearson/Baur, Cell Metab 2008)im FutterLebenszeitBessere Healthspan-Marker, aber keine Lebensverlängerung bei schlanken Tieren
Beworbene / vermutete Wirkungen

Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.

LebensverlängerungHerzschutz („French Paradox“)Kalorienrestriktions-Mimetikum
Dosen aus Studien — reine Referenz
In klinischen Studien 150–2000 mg/Tag (trans-Resveratrol). Reine Studiendosen, keine Anwendungsempfehlung.

Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.

Risiken & Sicherheit
Bekannte Risiken

Hohe Dosen: Magen-Darm-Beschwerden; Wechselwirkung mit Gerinnungshemmern möglich.

Theoretische Risiken

Östrogen-ähnliche Effekte diskutiert.

Kontraindikationen / Vorsicht

Antikoagulation, hormonsensible Tumoren (vorsorglich).

Quellen
In öffentlichen Protokollen

Diese Substanz taucht in den öffentlich dokumentierten Protokollen von Bryan Johnson, David Sinclair auf. Was die Evidenz dazu sagt, steht oben — Popularität ist kein Beleg.

Häufige Fragen
Was ist Resveratrol?

Bekanntester „Sirtuin-Aktivator“. In Zellen/Modellen aktiv, aber mit schlechter Bioverfügbarkeit – die Humanevidenz für Anti-Aging ist schwach und uneinheitlich; im strengen Maus-Programm (ITP) verlängerte Resveratrol die Lebensspanne nicht.

Wie wirkt Resveratrol?

Aktiviert in vitro SIRT1 und AMPK (derselbe Energiesensor wie Metformin/Sport), wirkt antioxidativ und hemmt NF-κB. In vivo durch raschen Abbau und geringe Aufnahme stark limitiert.

Wie gut ist Resveratrol belegt?

Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „begrenzt“. Es liegen 1 ausgewertete Humanstudien vor.

Ist Resveratrol in Österreich und der EU zugelassen?

Frei verkäufliches Supplement. Keine Anwendungsempfehlung.

Welche Nebenwirkungen sind für Resveratrol bekannt?

Hohe Dosen: Magen-Darm-Beschwerden; Wechselwirkung mit Gerinnungshemmern möglich.

Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten