PEPTIDBIBEL

Kognitive Peptide

P21

CNTF-abgeleitetes peptidmimetisches Molekül

Auch bekannt als: P021

Peptidmimetikum, das einen aktiven Abschnitt des CNTF nachbildet. In Tiermodellen neurotrophe und neurogenese-fördernde Effekte sowie Hinweise auf reduzierte Tau-Pathologie.

präklinisch

Steckbrief
Basis
vom ciliären neurotrophen Faktor (CNTF) abgeleitetes Tetrapeptid-Derivat (mit Adamantylierung)
Applikation
oral / s.c. (präklinisch)
Rechtlicher & regulatorischer Status
Kein zugelassenes Arzneimittel; rein präklinisch (Alzheimer-Forschung).
Wirkmechanismus

Steigert BDNF-Signalwege, fördert adulte Neurogenese im Hippocampus und reduziert in Alzheimer-Modellen abnorme Tau-Phosphorylierung. Blut-Hirn-Schranken-gängig konzipiert.

CNTF-/BDNF-SignalNeurogeneseTau ↓
Bezug zu den Hallmarks of Ageing

Kognitive/neurotrophe Peptide wirken über BDNF und neuroprotektive Signalwege. Relevanz vor allem für den Erhalt kognitiver Funktion (Proteostase im ZNS, interzelluläre Signalgebung), nicht für die Lebensspanne – plausibel als Beitrag zum „kognitiven Healthspan“.

Mechanistische Plausibilität — kein für den Menschen nachgewiesener Anti-Aging-Effekt.

Evidenz nach Endpunkt
  • Neurogenese / Kognition · Tierpräklinisch
  • Tau-Pathologie · Tierpräklinisch
Beworbene / vermutete Wirkungen

Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.

Neurogenese, GedächtnisAnti-Alzheimer-Effekt (präklinischer Claim)
Dosen aus Studien — reine Referenz
Nur in Tiermodellen; keine Humandosis.

Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.

Risiken & Sicherheit
Bekannte Risiken

wenig Daten.

Theoretische Risiken

Langzeitsicherheit unbekannt.

Kontraindikationen / Vorsicht

Offene Fragen
  • Übertragbarkeit auf den Menschen
  • klinische Entwicklung
Quellen
  • Kazim SF, Iqbal K. et al. – präklinische Arbeiten zu P021 / Neurotrophic peptidergic compound. · Review
Häufige Fragen
Was ist P21?

Peptidmimetikum, das einen aktiven Abschnitt des CNTF nachbildet. In Tiermodellen neurotrophe und neurogenese-fördernde Effekte sowie Hinweise auf reduzierte Tau-Pathologie.

Wie wirkt P21?

Steigert BDNF-Signalwege, fördert adulte Neurogenese im Hippocampus und reduziert in Alzheimer-Modellen abnorme Tau-Phosphorylierung. Blut-Hirn-Schranken-gängig konzipiert.

Wie gut ist P21 belegt?

Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „präklinisch“. Belastbare Humanstudien fehlen bislang.

Ist P21 in Österreich und der EU zugelassen?

Kein zugelassenes Arzneimittel; rein präklinisch (Alzheimer-Forschung).

Welche Nebenwirkungen sind für P21 bekannt?

wenig Daten.

Im Themenüberblick

P21 wird hier eingeordnet: Peptide für Kognition und Fokus — mit Evidenztabelle aller Substanzen dieses Bereichs.

Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten