PEPTIDBIBEL

Regeneration & Heilung

KPV

α-MSH-Fragment (Tripeptid)

Auch bekannt als: Lys-Pro-Val

C-terminales Tripeptid des α-MSH mit ausgeprägt antiinflammatorischer Wirkung, untersucht v. a. an Darm- und Hautentzündungsmodellen.

präklinisch

Steckbrief
Sequenz
Lys-Pro-Val (C-Terminus von α-MSH)
Wirkprinzip
antiinflammatorisch
Applikation
oral / topisch / s.c. (Forschung)
Rechtlicher & regulatorischer Status
Kein zugelassenes Arzneimittel; überwiegend präklinisch.
Wirkmechanismus

Hemmt proinflammatorische Signalwege intrazellulär (u. a. NF-κB und MAPK) und dämpft die Produktion von Zytokinen wie TNF-α und IL-6. Wirkt teils unabhängig vom Melanocortin-Rezeptor.

NF-κB ↓TNF-α / IL-6 ↓Melanocortin-assoziiert
Bezug zu den Hallmarks of Ageing

Regenerative Peptide fördern Gewebeheilung, Angiogenese und Umbau der extrazellulären Matrix. Das adressiert eher den funktionellen Verlust von Reparatur- und Regenerationskapazität im Alter als einen klassischen Lebensspannen-Mechanismus – mechanistisch plausibel als Healthspan-Faktor.

Mechanistische Plausibilität — kein für den Menschen nachgewiesener Anti-Aging-Effekt.

Evidenz nach Endpunkt
  • Darmentzündung (IBD-Modelle) · Tierpräklinisch
  • Hautentzündung · Tierpräklinisch
Beworbene / vermutete Wirkungen

Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.

systemische Entzündungshemmung (Darm: Colitis/Reizdarm)Haut: Akne, Ekzem, Wundheilungantimikrobielle Effekte
Dosen aus Studien — reine Referenz
Nur in Forschungsmodellen; keine validierte Humandosis.

Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.

Risiken & Sicherheit
Bekannte Risiken

in Studien gut verträglich.

Theoretische Risiken

Langzeitwirkung unbekannt.

Kontraindikationen / Vorsicht

Offene Fragen
  • kontrollierte Humanstudien
  • orale Bioverfügbarkeit
Quellen
  • Übersichtsliteratur zu KPV / α-MSH-Fragmenten und intestinaler Entzündung. · Review
3D-Struktur
Lys–Pro–Val (KPV)
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Häufige Fragen
Was ist KPV?

C-terminales Tripeptid des α-MSH mit ausgeprägt antiinflammatorischer Wirkung, untersucht v. a. an Darm- und Hautentzündungsmodellen.

Wie wirkt KPV?

Hemmt proinflammatorische Signalwege intrazellulär (u. a. NF-κB und MAPK) und dämpft die Produktion von Zytokinen wie TNF-α und IL-6. Wirkt teils unabhängig vom Melanocortin-Rezeptor.

Wie gut ist KPV belegt?

Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „präklinisch“. Belastbare Humanstudien fehlen bislang.

Ist KPV in Österreich und der EU zugelassen?

Kein zugelassenes Arzneimittel; überwiegend präklinisch.

Welche Nebenwirkungen sind für KPV bekannt?

in Studien gut verträglich.

Im Themenüberblick

KPV wird hier eingeordnet: Peptide für Regeneration und Heilung — mit Evidenztabelle aller Substanzen dieses Bereichs.

Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten