PEPTIDBIBEL

Regeneration & Heilung

NorLeu³-Angiotensin-Analog

Angiotensin-Analogon (Geweberegeneration)

Auch bekannt als: DSC127, NorLeu³-A(1-7)

Stabilisiertes Angiotensin-Analogon (häufig auf Basis von Angiotensin(1-7)), das Angiotensin-vermittelte Regenerationswege für die Wundheilung nutzt – v. a. bei diabetischen Fußulzera untersucht.

begrenzt

Steckbrief
Basis
modifiziertes Angiotensin-Peptid (NorLeucin³)
Ziel
Angiotensin-Rezeptoren (Geweberegeneration)
Applikation
topisch (Wundheilung)
Rechtlicher & regulatorischer Status
Kein zugelassenes Arzneimittel; klinisch v. a. zur diabetischen Wundheilung untersucht (Phase 3).
Wirkmechanismus

Aktiviert regenerative Angiotensin-Signalwege (u. a. AT2-/Mas-vermittelt): fördert Angiogenese, Fibroblasten- und Keratinozytenmigration und Gewebeneubildung. Der NorLeucin-Austausch erhöht die Stabilität.

Angiotensin-Rezeptoren (regenerativ)AngiogeneseRe-Epithelialisierung
Bezug zu den Hallmarks of Ageing

Regenerative Peptide fördern Gewebeheilung, Angiogenese und Umbau der extrazellulären Matrix. Das adressiert eher den funktionellen Verlust von Reparatur- und Regenerationskapazität im Alter als einen klassischen Lebensspannen-Mechanismus – mechanistisch plausibel als Healthspan-Faktor.

Mechanistische Plausibilität — kein für den Menschen nachgewiesener Anti-Aging-Effekt.

Evidenz nach Endpunkt
  • Diabetische Wundheilung · Humanbegrenzt
Humanstudien
QuellenDesignDauerEndpunkteErgebnisLimitationen
Wundheilungsstudien (DSC127)RCTWochenWundverschlussHinweise auf beschleunigte Heilung diabetischer UlzeraEndpunkte gemischt, nicht zugelassen
Beworbene / vermutete Wirkungen

Häufig beworben — nicht gleichbedeutend mit belegter Wirkung.

allgemeine Geweberegeneration über diabetische Wunden hinaus
Dosen aus Studien — reine Referenz
Topisch in Studien; keine zugelassene Anwendung.

Keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung und keine Umrechnung in Injektionseinheiten.

Risiken & Sicherheit
Bekannte Risiken

topisch überwiegend verträglich.

Theoretische Risiken

systemische Angiotensin-Effekte bei Resorption.

Kontraindikationen / Vorsicht

Offene Fragen
  • abschließende Wirksamkeit
  • genaue Rezeptorzuordnung
Quellen
  • Klinische Entwicklung NorLeu³-Angiotensin-Analog (DSC127) zur diabetischen Wundheilung. · Trials
Häufige Fragen
Was ist NorLeu³-Angiotensin-Analog?

Stabilisiertes Angiotensin-Analogon (häufig auf Basis von Angiotensin(1-7)), das Angiotensin-vermittelte Regenerationswege für die Wundheilung nutzt – v. a. bei diabetischen Fußulzera untersucht.

Wie wirkt NorLeu³-Angiotensin-Analog?

Aktiviert regenerative Angiotensin-Signalwege (u. a. AT2-/Mas-vermittelt): fördert Angiogenese, Fibroblasten- und Keratinozytenmigration und Gewebeneubildung. Der NorLeucin-Austausch erhöht die Stabilität.

Wie gut ist NorLeu³-Angiotensin-Analog belegt?

Höchste erreichte Evidenzstufe in unserer Einstufung: „begrenzt“. Es liegen 1 ausgewertete Humanstudien vor.

Ist NorLeu³-Angiotensin-Analog in Österreich und der EU zugelassen?

Kein zugelassenes Arzneimittel; klinisch v. a. zur diabetischen Wundheilung untersucht (Phase 3).

Welche Nebenwirkungen sind für NorLeu³-Angiotensin-Analog bekannt?

topisch überwiegend verträglich.

Im Themenüberblick

NorLeu³-Angiotensin-Analog wird hier eingeordnet: Peptide für Regeneration und Heilung — mit Evidenztabelle aller Substanzen dieses Bereichs.

Zuletzt redaktionell geprüft: 2026-08-07 · Wie wir Evidenz bewerten