PEPTIDBIBEL

Themenüberblick

Peptide und Anti-Aging

Verjüngung ist das größte Versprechen der Branche. Wir prüfen, was davon an klinischen Endpunkten gemessen wurde.

Das Wichtigste zuerst
Mechanistische Plausibilität ist nicht dasselbe wie ein nachgewiesener Effekt. Viele Substanzen greifen an Prozessen an, die mit dem Altern zu tun haben — ob das die Gesundheitsspanne eines Menschen verlängert, ist damit nicht gezeigt. Beim Menschen wurde bislang keine dieser Substanzen als lebensverlängernd nachgewiesen.
Alle Substanzen dieses Bereichs nach Evidenz
SubstanzKlasseBeste EvidenzstufeHumanstudien
ElamipretideMitochondrien-gerichtetes Tetrapeptidmoderat3
Epitalon (AEDG)Khavinson-Tetrapeptid (Pineal)begrenzt1
FOXO4-DRISenolytisches Peptid (D-Retro-Inverso, 46 AS)präklinisch0
HumaninMitochondrial kodiertes Peptid (MDP)präklinisch1
MOTS-cMitochondrial kodiertes Peptid (MDP)präklinisch0
Wo die Daten dünn sind

Für 3 der 5 Substanzen in diesem Bereich liegen keine oder nur präklinische Daten vor: FOXO4-DRI, Humanin, MOTS-c. Das heißt nicht, dass sie wirkungslos sind — es heißt, dass es nicht untersucht wurde.

Häufige Fragen
Welche Peptide sind für Anti-Aging am besten belegt?

Am besten belegt sind derzeit Elamipretide. Die vollständige Einstufung steht in der Tabelle auf dieser Seite.

Was bedeutet eine niedrige Evidenzstufe?

Sie bedeutet, dass belastbare Untersuchungen am Menschen fehlen — nicht, dass eine Substanz sicher wirkungslos ist. Wie wir einstufen, steht in unserer <a href="/methodik/">Methodik</a>.

Sind diese Substanzen in Österreich legal erhältlich?

Das ist von Substanz zu Substanz verschieden. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen, manche verschreibungspflichtig, einige stehen auf der WADA-Verbotsliste. Den Status führen wir auf jeder Substanzseite gesondert an.